Buchspiel – (M)Ein Schlusswort

Uääääh, jetzt ist es vorbei und ich bin durch – mit meinem Buchspiel. Jetzt muss ich wieder anfangen richtig zu schreiben, nicht nur Fragen beantworten. Ach, das war schon eine schöne Auszeit. Eine Zeitlang nicht dieses Ewige „Hm, was schreib ich denn?“. Aber es hat mir auch gefehlt. Und einige dieser Fragen haben mich auch schon mal stark gelangweilt, oder gar genervt. Aber ich glaube ich konnte beweisen, dass ich.. lese!? Nee, keine Ahnung was das Buchspiel eigentlich gebracht haben soll. Aber es war eine seichte Ablenkung und ich konnte über Bücher schreiben, mal mehr, mal weniger sinnvoll. Meistens hat es auch Spaß gemacht, meistens.. Und um in diesem Sinne eine letzte Gegenfrage loszuwerden: Warum zur Hölle wurde dieses Spiel erfunden?

Wer weiß, vielleicht habe ich in wenigen Tagen schon ein Gegenspiel mit einem dazu passenden Fragenkatalog entworfen, das wir dann alle zusammen spielen können? Es wird dann heißen: Das SpielSpiel! Und so könnte es aussehen:

Tag 1: Warum hast du angefangen, das Buchspiel zu spielen? Tag 2: Worin lag deine Motivation, das Buch mit den wenigsten Seitenzahlen zu suchen und aufzuschlagen? Tag 3: Welche Intention hast du befolgt, als du 5 Sätze aus irgendeinem Buch abgeschrieben und veröffentlicht hast? Tag 4: Was glaubst du, wer will das lesen? Tag 5: Glaubst du eine Legitimation zu besitzen, weiterhin einen Blog zu führen? Tag 6: Hast du überhaupt eine Ahnung von dem, was du gerade tust? Tag 7: Schon mal was davon gehört, dass man am siebten Tage ruhen soll??

Nein.. keine Spiele mehr für mich. Da bin ich raus!

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Tag 31 – Ein Buch, das jeder lesen sollte

Dazu mag ich mir keine Meinung anmaßen. Klar, es gibt das EINE Buch, die Bibel. Davon sollte jeder Mal gehört haben, aber ich habe es auch noch nicht gelesen, ist aber in Planung, für irgendwann mal, wenn ich viel Zeit habe. Ansonsten verhält es sich mit Büchern doch wie mit allem anderen auf der Welt: Jeder hat seinen eigenen Geschmack und jeder wird von anderen Dingen magisch angezogen. Doch jeder sollte schon mal EIN Buch in seinem Leben gelesen haben, löblich wenn es das Kinderbuch überschreitet, muss aber nicht. Lesen ist eine Investition, eine Zeitinvestition u.a., aber auch eine in das geistige Eigengut und überhaupt: lesen bildet.

Also an die Bücher, fertig, los!

Tag 30 – Nimm ein Buch, das mindestens 300 Seiten hat, schlag Seite 255 auf und schreib die ersten fünf Sätze auf

„Paris? Yoga? Costa Rica? Fatima bekam es mit der Angst zu tun. War es möglich, dass ihr Lieblingsenkel, selbst wenn er Tiffany heiratete, sich für den Libanon genauso wenig interessierte wie für die Tigers und die Lions?  Scheherazade reichte ihr das Tablett mit den Pillen.“

Aus: “Feigen in Detroit“ von Alia Yunis, deutsche Erscheinung: September 2010

Tag 28 – Das Buch das du zurzeit liest

Existiert noch nicht. Ja, das dürfte so eigentlich jetzt nicht passieren, denn seit Tagen schon schreibe ich nur über Bücher, und eigentlich schon seitdem ich denken kann. Diese Situation tritt an und an aber auf und so kommt es gerade, dass ich kein Buch lese. Es passiert eben oft, dass ich lese. Nein, eigentlich ist das auch andauernd der Fall.. Also der Punkt ist der: Ich lese im Moment viel, nur eben keine Bücher. – Puh, das war jetzt schwer. Ihr seid aber auch eine unerbittliche Leserschaft.. Das fiel mir wirklich schwer, hier vor allen zu offenbaren, dass ich gerade kein Buch lese, dennoch fleißig über Bücher rede und schreibe.. Aber was wäre, wenn ich mir jetzt ein Buch aussuchen sollte, was ich lesen würde, wenn ich denn die Zeit hätte, um ein Buch zu lesen? Ja, dann wäre die Situation natürlich eine andere.. Aber so ist es eben leider nicht, und so bleibt mir nichts anderes übrig, als darüber zu schreiben, dass ich kein Buch lese. Ja, das ist hart. Aber wenn die Frage lauten würde, welches Buch ich zurzeit nicht lese, dann wäre die Situation auch hier wieder eine andere. Aber so ist es eben nicht. Und das schlaucht. Ich habe nichts zu schreiben, ihr nichts zu lesen. Jetzt wissen wir alle schon mal wie es ist, wenn jemand kein Buch liest..

Tag 28 – Warum zu Hölle wurde dieses Buch verfilmt?

„Terminator“ Teil 1 bis Ewig! Dazu gibt es zwar meines Wissens kein Buch, außer dem Dreh-Buch, dennoch frage ich mich andauernd nach dem Warum. Und was das Dreh-buch und Arnie angeht: Der Gute hatte aufgrund seines schlechten englisch keine 25 Sätze in dem Film. Aber gut, was soll`s, zur Hölle damit!

Tag 27 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt

“The green Mile” von Stephen King! Ja, das Buch war natürlich besser, zumal der Maus eine größere Rolle zugesprochen wurde. Ich weiß, das hört sich merkwürdig an, aber das hat es irgendwie nochmal zusätzlich ausgemacht. Und dennoch bin ich froh über die Verfilmung weil dadurch eine breitere Masse angesprochen wurde, und jeder sollte in den Genuss dieses Films kommen – so sensibel, so phantastisch, so bewegend!         Fazit: Geniales Buch und wunderschöner Film!

Und Ps.: Ja, zu dem Film gibt es, auch in diesem Fall, wieder ein Buch.. ^^

Tag 26 – Ein Buch, dessen Hauptperson du nicht magst

Jetzt wird es Literaturkritisch! Denn tatsächlich konnte ich mich mit Goethes Dr. Faust so gar nicht anfreunden, was damit zu tun haben könnte, dass ich ihn als Spiegelbild des Autors las und dieser ganz schön Wind um seine Person gemacht hat – was ich so sympathisch nicht finde. Außerdem konnte ich mir nie ganz erklären, wie ein so gebildeter Mann (Faust), angeblich der klügste seiner Zeit (in dem Werk), denn auf den Teufel hereinfallen kann. Da fand ich den Antagonisten alias Mephisto doch viel sympathischer! Und darin liegt vielleicht auch der Geniestreich des Meisters: Den Leser auf Seiten des Bösen zu bringen. Ich weiß es nicht. Aber die Hauptfigur gefiel mir so gar nicht.