Tag 10 – A song that makes you fall asleep

Schwierig, eigentlich kann ich super bei Filmen und Serien einschlafen, aber bei Musik!? Hm, mal überlegen.. Ein Lied, bei dem ich einschlafe..

Basierend auf meine These von Tag 9, die besagt, dass Monotonie ungleich Melodie und dadurch ungleich Musik ist, stelle ich jetzt die Vermutung auf, dass ich besonders gut bei elektronischen Chillout Klängen einschlafen kann, und damit muss die Frage als beantwortet angesehen werden.. Punkt.

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Tag 9 – A song that you can dance to

Eigentlich kann ich so ziemlich auf alles tanzen, da Tanz Bewegung ist und ich mich bewegen kann- so wie jedes Geschöpf, das mit Gelenken ausgestattet wurde.. Ausgenommen sind Elektro-minimal-House-Techno-CoKG-Klänge, denen ich die Begrifflichkeit der Musik nehmen möchte, da Musik für mich Melodie und nicht Monotonie bedeutet. Aber ich schweife ab.

Ein Lied, auf das ich auch tanzen kann.. Ja, dann stelle ich euch doch am besten das erste Lied vor, zu dem ich damals, in der 80ern, meinen im Pampers gehüllten Hintern schwang: Whitney Huston`s „I wanna dance with somebody“, bis heute noch einer meiner Top Favoriten.

http://www.youtube.com/watch?v=cgrAKhm8DcY

Tag 8 – A song that you know all the words to

Und auch diese Frage bringt Erinnerungen mit sich, und zwar an längst vergangene Schultage und an den Schulchor.

Wer schon mal einen Chor besucht hat weiß, dass man fleißig Text lernen muss um bei den Aufführungen in der Aula nicht die ganze Zeit in die schwarze Mappe zu schielen.. Somit habe ich ein riesiges Repertoire an Liedern, dessen Text ich immer noch auswendig kann.

Schon verblüffend, wie man manche Dinge einfach nie vergisst. Und dieses eine Lied, das ich heute veröffentliche, habe ich nach über zehn Jahren immer noch auf dem IPod und ja, ich mag es sehr:

Tag 7 – A song that reminds you of a certain event

Das Event, dass ich heute vorstellen möchte, da es ein Lied gibt, das mich daran erinnert, wird Euch allen – sofern Ihr über 12 seid – bekannt vorkommen. Das Event nennt sich, Trommelwirbel, Liebeskummer und findet in regelmäßigen Abständen und in allen Städten Deutschlands statt.  Solltet Ihr für das diesjährige Event keine Karte mehr ergattert haben, keine Sorge, ich bringe Euch schon in Stimmung, dafür gibt es ja das Musikspiel.

Es ist das Lied, das ich persönlich immer dann aufdrehe, wenn mein Herz in Mitleidenschaft gezogen wurde, und trägt den passenden Titel Misery! Gesungen von einem Duo, das in meinen Augen ruhig öfter die Stimmen zusammen stecken könnte: Pink und Steven Tyler – Gefällt!

http://www.youtube.com/watch?v=2PK8Zi3rW3E

Tag 6 – A song that reminds you of somewhere

Ersteinmal: Durch dieses Musikspiel wird mir immer bewusster, wie groß meine Sehnsucht nach Italien ist, es treibt mich schier in den Wahnsinn, sodass ich glatt einen Rucksack packen und abhauen könnte – Richtung Stiefel, Richtung Absatz.

Allerdings gibt es unzählige Lieder, die mich an meine Heimat erinnern, und um nicht die ältesten Chansons hier auszupacken, versuche ich dem Zeitgeist treu zu bleiben um euch  junge Musik vorzustellen.  Ganz vorne mit dabei und zeitlos: Die Band Jovanotti.

http://www.youtube.com/watch?v=kDc1KIJvYcM

Weiter geht es mit Daniele Silvestri, das Video ist ebenfalls von seiner Teilnahme am alljährlich stattfindenden italienischen Musikfestival Sanremo:

http://www.youtube.com/watch?v=NSWG_pbVZ_4

Und dann gibt es ihn noch, diesen einen Song, der mich an einen ganz besonderen Ort erinnert, nämlich an die Serpentinen, die hoch ins Dorf führen, wo ich als Kind mit meiner Mamma im Jeep hoch fuhr und lautstark zu Mia Martini`s Gli uomini non cambiano mitgesungen habe:

http://www.youtube.com/watch?v=LjG6u32CTWI

Tag 5 – A song that reminds you of someone

Das ist wohl das schönste an der Musik: Sie lässt keine Vergänglichkeit zu, erhält die Erinnerung an geliebten Menschen, auch wenn diese nicht mehr unter uns weilen, in der Musik werden sie stets weiter leben.

Giacomo Rondinella – Malefemmena (1951)

http://www.youtube.com/watch?v=UIioOD-rRec

Der italienische Komiker Totò komponierte einst dieses Lied in neapolitanischem Dialekt, nachdem ihn die Schauspielerin Silvana Pampanini abserviert hatte, und wenn Komiker leiden ist schnell Schluss mit lustig! So heißt es u.a. in seiner canzone: „Hättest du das, was du mir angetan hast, einem anderen angetan, er hätte dich umgebracht!“.  Es geht um verschmähte Liebe.

Nun, etymologisch betrachtet, beschreibt der Begriff der Malafemmena (italienisch: Mala femmina = schlechte Frau) am Anfang des 19. Und im neapolitanischen Theater eine untreue Frau, aber auch eine Prostituierte oder Tänzerin, die bevorzugt junge Männer aus gutem Hause verführt. Erst durch das Lied von Totò wurde dieser Begriff positiv konnotiert und beschrieb fortan den Stereotyp Frau, die schwer zu haben, unerreichbar und unantastbar ist. Die Frau, die unwissend ihrem Verehrer Schmerzen zufügt, weil sie seine Liebe nicht erwidert, er aber alles tut, um sie zu haben.

Die FAZ schrieb dazu: „(…)Lieder die normalerweise nur von mehr oder weniger gestandenen Männern gesungen werden. Von Männern, die ihre zarten Seiten nur in schlechten Zeiten zeigen, und zwar genau dann, wenn sowieso alles schon verloren ist. Wenn längst schon nur noch die Ausweglosigkeit den Verstand regiert und die ungestillte Sehnsucht den allerletzten Nerv seziert.“.

Ich erinnere mich daran, wie ich als Kind oft meinem Vater lauschte, wie er lautstark Malafemmena mitsang, ich aber nicht verstand, was es mit dieser schlechten Frau auf sich hatte und wieso es ein schönes Lied sein sollte. Nun weiß ich, dass mein Vater damit meiner Mutter immer den Wink gab, seine große Liebe zu sein und dass sie in Liebesdingen immer die Macht über ihn haben würde, da es keine Zweite wie sie in seinem Leben geben würde.  Mein Vater war kein Mensch der vielen Worte, aber ein Romantiker steckte in ihm, und wenn er mal wieder nicht wusste, wie er sich entschuldigen sollte, schmetterte er Liebesopern von Pavarotti und Co. Als Heranwachsende habe ich all das nie gesehen, nie verstanden. Doch desto mehr ich mich mit seiner Musik beschäftige, umso mehr verstehe ich sein Wesen, und dafür danke ich der Musik, dafür, dass sie ihn mir für immer lässt.

Tag 4 – A song that makes you sad

Es gibt dieses EINEN Song, der mir regelmäßig Tränen in die Augen treibt, ich nenne es auch gerne das „Sterben für Fortgeschrittene[n]“-Lied, so traurig ist es, so emotional, geht es doch so tief unter die Haut.

Die Musik setzt ein, das Atmen fällt schwerer. Die ersten Worte fallen, das Herz zieht sich zusammen, es folgt eine Pause, Stille, das Schlagzeug setzt ein – das Herz aus. Der Text sorgt für eine außerphysische Gänsehaut, ab Minute 1:30 können Tränen folgen – wenn man schon in der Stimmung ist.

Der Titel: „Lonely Day“; Die Gruppe: System of a down:

Vor wenigen Jahren hat mir ein Freund dieses Lied auf eine Mix-Cd (Nachfolger der berühmten Mix-Tapes) gebrannt und sie mir gewidmet. In einer Stunde der Ruhe zog ich mich mit meinem Discman (Vorläufer des MP3-Players) auf mein Bett zurück und lauschte diesen 13 Songs, bei Nummer 11 ertönte dann System of a down und ich konnte mich nicht zurück halten, die Traurigkeit ergriff mich, in dem Moment begriff ich erst so richtg, wie viel ich ihm bedeutet hatte und wie viel Schmerz ich ihm bereitet hatte indem ich seine Gefühle nicht erwiderte. Ich bin zwar kein großer Fan von Sätzen wie: „And if you go, I wanna go with you, and if you die I wanna die with you!“. Und doch waren es starke Worte, die mehr auszudrücken vermochten, als er mir in seinen eigenen Worten jemals hätte sagen können.

Mittlerweile verbindet uns die stärkste Freundschaft überhaupt, sodass ich ihm diese Worte jederzeit zurückgeben würde, denn ich kann auch nicht mehr ohne seine Freundschaft, und würde er gehen, ich würde mit ihm gehen wollen. So wurde aus dem traurigsten Song meines Lebens der Song, der nun eine wunderbare, innige und vertraute Freundschaft beschreibt. Und aus der nicht erwiderten Liebe wurde doch eine große Liebe, die über das Zusammensein weit hinaus reicht: Das Band der Freundschaft, das hoffentlich niemals reißen wird.