Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautor

Auch schwierig, als würde mich jemand nach meinem Lieblingsessen fragen – das geht nicht, es kommt immer auf den täglichen Geschmack und Appetit an und so kommt es auch, dass ich nicht den Einen Lieblingsautor habe. Aber von Kafka hat mich bisher mehr als nur ein Buch begeistert; Er gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsautoren und „Das Schloß“ zu einem seiner besseren Werke, meiner Meinung nach. Ebenso toll sind seine Kurzgeschichten, die mich stets beschäftigt und fasziniert haben, wie z.B. „Die kleine Fabel“, die aus vier Zeilen besteht und doch so viel Inhalt hat:

„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du mußt nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.
(Franz Kafka)

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Tag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast

  • Das ist schwierig.. Daran erinnere ich mich nicht genau. Ich habe lange Zeit Comics und Kinderbücher gelesen, bis ich in der Schule „Der Geheime Garten“ in die Hände bekam. Das war das erste Buch, dass ich wirklich mit Leib und Seele gelesen habe. Und da es beim Lesen genau darum geht sage ich einfach, das es mein erstes, richtiges Buch war.

Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert

  • „La ragazza delle arancie“ oder eben „Das Orangenmädchen“ . Ich kaufte das Buch, nachdem ich Sofie`s Welt von dem gleichen Autor, Jostein Gaarder, gelesen hatte. Mein Cousin erzählte mir, er hätte das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen, dabei lese er nicht oft und gerne. Und da ich zu dem Zeitpunkt für einige Monate in Italien war, kaufte ich das Buch und las es – auf italienisch, denn es sollte auch meine Sprachkenntnisse steigern.

    Also verbinde ich das Buch mit Florenz. Zum einen, weil ich es dort gelesen habe und zum anderen, weil ich die Geschichte in meinem Kopf auf den Straßen von Florenz abspielen ließ.

Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert

„Revolutionary Road“ von Richard Yates. Eine Freundin empfahl es mir als ich sie in Paris besuchte, der Film war gerade ins Kino gekommen und schwärmte von der Geschichte, also kaufte ich mir das Buch als ich zurück in Deutschland war. Jedes Mal wenn ich das Buch aufschlug wusste ich, dass sie die Seiten schon vor mir gelesen hatte und versuchte mir vorzustellen, welche Stellen sie mochte und welche nicht. So hatte ich während der Lektüre das Gefühl, dass sie bei mir war.

Tag 6 – Ein Buch, das du nur ein Mal lesen kannst

„Der Stechlin“ von Fontane. Zugegeben, ich musste es lesen und mich intensiv mit der Lektüre beschäftigen. Beim lesen passierte dann etwas untypisches: Ich nickte immerfort ein. Und das immer und immer wieder, ich kam nicht über die ersten 20 Seiten hinaus. Ich besorgte mir für teures Geld das Hörbuch und wieder: Ich schlief ein. Es war eine Herausforderung, es zu Ende zu lesen und freiwillig werde ich es daher nie wieder tun!